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Dankbarkeit: der einfachste Weg glücklich(er) zu werden

Ein allgegenwärtiges Thema, das uns bereits in der Kindheit begleitet, ist die Dankbarkeit.

Die meisten wissen, dass Dankbarkeit uns guttut spätestens seit dem jede in den sozialen Medien ein Dankbarkeitstagebuch führt und darüber schwadroniert, wie sehr sich ihr Leben dadurch verbessert hat. Doch trotz dieses Wissens scheinen viele von uns Schwierigkeiten zu haben, Dankbarkeit zu praktizieren und fest in unseren Alltag zu verankern. Oft hört man Aussagen wie "Ja, natürlich bin ich dankbar, aber..." - eine ambivalente Einstellung, die selten zu nachhaltigem Glück führt.


Du willst erst wissen, wer ich bin?

Ich, Salima, die Gründerin von aura soulcare, bin nur Hostin von THE SOUL GANG (TSG), einem exklusiven Club für Frauen. Frauen, die keinen Bock mehr auf den esoterischen Bullshit in dem "Selfcare"-Wahnsinn da draußen haben. Ich organisiere alles im Hintergrund, kümmere mich um alle SOULMATES so, als wären sie zum SOUL TALK bei mir zu Hause und bringe die Themen mit. SOUL TALK nennen wir unsere Treffen, die jeden zweiten Dienstagabend stattfinden.

Auf dem Pfad der persönlichen Weiterentwicklung mag ich vielleicht weiter sein, aber das bringt uns nur den Vorteil, dass ich die Themen in die "richtige" Reihenfolge bringen kann und sie komprimiert aufbereite. Das kann uns kostbare Zeit ersparen. Aber sonst sitzen wir alle im selben Boot. Falls du noch kein Mitglied von THE SOUL GANG bist, dann melde dich jetzt hier an.



Definition Dankbarkeit



Der führende Forscher zur Dankbarkeit, Robert Emmons, beschreibt sie als „die Anerkennung und Wertschätzung der Güte anderer Menschen und des Lebens im Allgemeinen. Dankbarkeit beinhaltet das Bewusstsein für die positiven Dinge, die uns widerfahren, und die Bereitschaft, diese positiven Erfahrungen zu schätzen.


Dankbarkeit: Mit Dankbarkeit erhöhst du deine Grundzufriedenheit im Alltag


Dankbarkeit ist demnach mehr als ein vorübergehendes Gefühl, das auftaucht, wenn wir Geschenke erhalten oder kurzzeitig positive Erfahrungen machen. Es ist eine komplexe und tiefgehende Lebensweise, die die Anerkennung und Wertschätzung für das Gute im Leben umfasst, sei es materiell oder immateriell. Es gibt also einen Unterschied zwischen vorübergehender Dankbarkeit und der dankbaren Sicht auf das Leben im Allgemeinen. Dr. Emmons vergleicht das mit „grundsätzlich dankbare Menschen scheinen das Leben durch eine „Dankbarkeitsbrille“ zu betrachten.“

Eine solche Lebensweise zeichnet sich durch die Fokussierung auf das Positive aus und ermöglicht es uns, das Glück in unserem Leben zu steigern. Auf diesen Aspekt der Dankbarkeit gehen wir heute genauer ein.


Die hedonistische Anpassung - Ein Gewohnheitseffekt

 

Eine Entdeckung, die alles erklärte


Vor einigen Tagen machte ich eine Entdeckung, die alles für mich veränderte. Ich habe sie bereits in der Einladung zum SOUL TALK no. 8 angekündigt, wie die SOULMATES unter euch ja wissen. Aber fangen wir mal vorn an.

Im März 2022 landete ich im Krankenhaus, weil es mir körperlich sehr schlecht ging. Es stellte sich heraus, dass ich unter einer schwerwiegenden Herzinsuffizienz litt. Mein Herz war so schwach, dass es meinen Körper nicht mehr genug mit Blut versorgen konnte. Dadurch war ich körperlich sehr schwach und angeschlagen. Auch die Flüssigkeiten in meinem Körper konnten nicht richtig zirkulieren, was zu Wasseranlagerungen in meinen Beinen aber auch in der Lunge führte. Selbst das Atmen fiel mir schwer.

In einigen Fällen kann sich das Herz von dieser Erkrankung erholen. Aber alle Ärzte versicherten mir, dass es bei mir nicht geschehen würde. Auch nach 3 Monaten unter Medikation verbesserte sich mein Herz nicht. Also erklärten sie mir, dass ich schnell ein neues Herz brauchen würde und wir begannen mit den Untersuchungen, die notwendig sind, bevor ein Patient auf die Organspendeliste kommt. Diese Situation brachte mich emotional und mental an meine Grenzen, um das mal simpel auszudrücken.

Trotz all dem schaffte ich es, eine bessere Grundzufriedenheit zu haben, als jemals in meinem Leben zu vor. Selbst als ich noch kerngesund und unbeschwert war, war ich nicht so glücklich wie im letzten Jahr. Die Entdeckung liefert die Erklärung für das, was damals (unbewusst) mit mir passiert war.


Die hedonistische Anpassung - Ein Gewohnheitseffekt


Ich werde sehr häufig gefragt „Salima, wie kannst du nicht so gelassen/glücklich/entspannt/fröhlich/etc durch das Leben gehen, nach der Scheiße, die dir schon passiert ist?“ Bis vor einigen Tagen hatte ich keine explizite Antwort darauf. Da entdeckte ich die „hedonistische Anpassung“ oder auch „hedonistische Tretmühle“ genannt. Sie erklärt, dass der menschliche Verstand so konstruiert ist, dass wir uns nach (extrem) negativen oder (extrem) positiven Erfahrungen wieder bei unserer individuellen Grundzufriedenheit (Happiness Set Point - HSP) einpendeln. Nach meiner Diagnose im letzten Jahr konnte ich die Situation nach einiger (sehr schlimmen) Zeit akzeptieren und pendelte mich wieder bei meiner Grundzufriedenheit ein. Ich war wieder „normal glücklich“.


Die hedonistische Tretmühle


Die hedonistische Anpassung hat evolutionär gesehen natürlich einen Sinn. Ohne sie würde es kein Streben nach Glück und Zufriedenheit geben. Wir würden uns als Individuum, aber auch als Gesellschaft nicht weiterentwickeln. Wir überstehen die schlimmsten Dinge, weil wir uns an sie gewöhnen, damit wir unser Leben weiteren können. Ein Nachteil ist allerdings, dass uns dieser Gewohnheitseffekt auch erklärt, dass uns Gehirn nicht in der Lage ist, dauerhaft in einem Glückshoch zu verweilen.

 

Meine These: Mit Dankbarkeit erhöhst du deinen HSP und wirst langfristig glücklich(er) und zufrieden(er)


Nachdem ich das begriffen habe, verstehe ich, dass das „Streben nach ewigem Glück“ Zeitverschwendung ist. Das menschliche Gehirn ist einfach nicht darauf ausgelegt. Aber was ist, wenn wir versuchen unseren HSP (Happiness Set Point, die Grundzufriedenheit) zu erhöhen? Das „normal glücklich“ glücklicher zu machen, hört sich für mich nach dem einzigen Weg an, langfristig glücklicher zu werden. Denn ich bin davon überzeugt, dass es genau das ist, was mir im letzten Jahr geschehen ist. Meine These lautet also:

Mit Dankbarkeit erhöhst du deinen HSP und wirst langfristig glücklich(er) und zufrieden(er).


Wieso macht uns Dankbarkeit glücklicher?


Um unsere Grundzufriedenheit zu erhöhen, ist es wichtig, dass wir uns insgesamt besser fühlen. Aber was bedeutet das im Detail? Viele Menschen fühlen sich besser, je „besser die Dinge in ihrem Leben laufen“. Diese „Dinge“ unterteile ich mal grob in 3 Bereiche: physisch, psychisch und sozial.

Wenn es dir körperlich und mental gut geht, bist du zwangsläufig zufriedener, richtig? Wenn du jetzt auch noch ein intaktes Sozialleben hinzufügst, sogar noch besser.

Studien belegen, dass Dankbarkeit genau diese 3 Bereiche verbessert und somit unser subjektives Gefühl von „glücklich und zufrieden sein“ verbessert. Hier kommt ein grober Überblick aus den Ergebnissen die Dr. Robert Emmons um die Effektivität von Dankbarkeit zu beweisen:


Ergebnisse aus Dankbarkeitsstudien


Meine Erfahrung mit meiner These


Ich habe nicht bewusst damit begonnen, Dankbarkeit zu praktizieren. Als ich meine Diagnose erhalten habe, fiel ich in ein Loch und hatte nur negative Gefühle. Wem oder was sollte ich denn dankbar sein, schon wieder todkrank zu sein? Wenn mir jemand damit gekommen ist, hat er oder sie es schnell bereut.

Allerdings hat mich die Situation selbst genau in diese Lage gebracht. Meine körperliche und mentale Verfassung war am absoluten Nullpunkt. Aber meine Kardiologin und mein Therapeut haben alles daran gesetzt, das zu ändern. Ich konnte in Zeitlupentempo sehen und spüren, dass es mir langsam, aber besser ging. Ganz am Anfang meiner Krankheit war ich nicht ein Mal in der Lage, mir selbst die Hose anzuziehen, weil meine Kraft nicht ausgereicht hat. Nachdem ich aber meine Medikamente genommen habe und meine Therapie begann, konnte ich es nach einigen Wochen wieder. Also konnte ich stetig kleine Verbesserungen wahrnehmen für die ich unendlich dankbar war. Jede Verbesserung bedeutet einen Schritt weiter von der Herztransplantation entfernt.

Zu dem kam ein Wert des Herzens, der bei jedem Ultraschall und Kardio-MRT gemessen wird. Dieser Wert nennt sich EF (Ejektionsfraktion), die so viel entschieden hat. Die EF beschreibt die Menge an Blut, die die linke Herzkammer bei jedem Schlag aus dem Herzen in den Körper pumpt. Im entspannten Zustand ist in unserem Herz etwa 140 ml Blut. Bei jedem Schlag werden um die 80 ml aus dem Herz in den Körper gepumpt. Das ergibt eine EF von 57 %. Die EF eines gesunden Erwachsenen beläuft sich somit auf 55 - 60 %. Meine war zu Beginn meiner Erkrankung bei 10 %. Mein Herz konnte nicht die nötige Menge Blut in meinen Körper befördern. Dazu kam, dass ich mit einem tragbaren Defibrillator aus dem Krankenhaus entlassen worden bin, den ich 24 Stunden lang tragen muss. Jeder Mensch mit einer EF von unter 25% muss entweder einen tragbaren oder implantierten Defi tragen, weil das Risiko einen plötzlichen Herztod zu erleiden wesentlich höher ist.

Jedes Mal, wenn ich wieder untersucht werden sollte, waren alle gespannt darauf wie meine EF sich entwickelt hat. Sehr lange Zeit geschah überhaupt nichts. Aber nach ca. 5 Monaten begann sie sich langsam nach oben zu bewegen. Wenn dann nur 1 - 2 % aber ich war völlig aus dem Häuschen vor Dankbarkeit.

Ich hätte mich natürlich nur auf meine schreckliche Situation konzentrieren können. Auf die Liste der schlimmen Dinge, die ich jeden Tag erleben musste, angefangen mit dem abrupten Abstillen meiner damals 7 Monate alten Tochter, bis hin zur der totalen Abhängigkeit von meiner Familie. Allein die Tatsache, dass immer jemand bei mir sein musste, aufgrund des erhöhten Risikos eines plötzlichen Herztods


Dankbarkeit kann uns dabei helfen, die Perspektive von Negativ auf Positiv zu lenken.


Dadurch, dass ich jeden Tag erfüllt war von Dankbarkeit, habe ich es geschafft mit ihrer Hilfe meinen HSP zu erhöhen. Ich war und bin jeden Tag grundsätzlich glücklicher und positiver als vor meiner Krankheit. Ich war mein eigenes Experiment meine These zu belegen noch bevor ich die These aufstellen konnte. Dabei ist es das Natürlichste was wir tun können. Keine muss erst schwerkrank werden um Dankbarkeit für sich zu entdecken. Ich habe da eine Übung, die auch Dr. Emmons also Ausgangsübung für seine Probanden hat, wenn er Experimente durchführt.

 

Dankbarkeit praktizieren


Es gibt sie in den verschiedensten Versionen mit oder ohne Utensilien wie ein Dankbarkeitstagebuch. Aber im Grundsatz geht es darum, sich mit den positiven Aspekten deines Tagen zu beschäftigen und sie bewusst suchst. Wir trainieren unseren Verstand, sich vim den Negativitätsbias zu lösen.

Diese Übung kostet dich vielleicht 5 Minuten deiner Zeit. Aber der Effekt kann immens sein. Wenn ich es schaffe, meinen HSP in der schlimmsten Situation meines Lebens zu erhöhen, sogar ohne dass mir das bewusst ist, dann schaffst du es auch.


Schreibe am Abend fünf Dinge auf, für die du heute dankbar bist und reflektiere über die Momente, die dich heute glücklich gemacht haben.

Diese 5 Dinge können beinhalten:

  • Was hat dich heute glücklich gemacht?

  • Für wen bist du dankbar? Deine Familie und Freunde. Aber auch: Hat dir jemand die Aufzugtür aufgehalten oder dich an der Kasse vor gelassen?

  • Geschenke, die du erhalten hast

  • Momente, die du besonders genossen hast: Dein erster Kaffee am Morgen oder dein Lieblingslied im Radio

  • Wer oder was dich zum Lachen gebracht hat?

  • Usw.


Lass dich von der positiven Energie, die Dankbarkeit erzeugt, inspirieren! Denn Dankbarkeit erhöht deinen HSP und ist der Schlüssel zum nachhaltigen Glück.

 

"Work in progress" - Mein Credo. Wer auf dieser Reise ist, kommt niemals an.

Also wenn du auf der Suche nach "quick-fixes" bist, dann bist du hier falsch. Ich kann dir auch keine andere Anlaufstelle empfehlen, da es diese schnellen Lösungen nicht gibt (selbst, wenn andere dir das versprechen). Wenn du aber akzeptierst, dass die Reise das Ziel ist und du Fragen zu den Themen hast, die deine persönliche Lebenssituation betreffen, dann melde ich einfach hier an und werde Teil von


Ich freue mich darüber, deine Augen auf meinen Worten zu wissen.

Ich will, dass du weißt, ich schreibe nicht. Ich habe nie geschrieben.

Das sind lediglich meine Gedanken zu Themen, die mich bereichern, interessieren und glücklich machen. Sie unterstützen mich dabei, mich weiterzuentwickeln, auch wenn sie häufig Unbehagen bedeuten. Aber ich verlasse meine Komfortzone und schreibe sie für dich auf. Ungefiltert und rein mit der einzigen Intention, das Kostbarste, was ich besitze, mit dir zu teilen: meine Zeit und mein Wissen.


Danke für dein Vertrauen.



Namaste, Bitches.





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