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Das Impostor-Syndrom: Wie du es überwinden kannst und wann du es dir zunutze machen solltest

Der sechste SOUL TALK handelte sich, um das Imposter-Syndrom. Der Austausch unter den Ladies war unfassbar wertvoll. Aber wie immer gilt, hier gibt es nur den Input, den die SOULMATES von mir bekommen haben. Wenn du interaktiven Austausch willst, dann meld dich an bei THE SOUL GANG.


Du willst erst wissen, wer ich bin?

Ich, Salima, die Gründerin von aura soulcare, bin nur Hostin von THE SOUL GANG (TSG), einem exklusiven Club für Frauen. Frauen, die keinen Bock mehr auf den esoterischen Bullshit in dem "Selfcare"-Wahnsinn da draußen haben. Ich organisiere alles im Hintergrund, kümmere mich um alle SOULMATES so, als wären sie zum SOUL TALK bei mir zu Hause und bringe die Themen mit. SOUL TALK nennen wir unsere Treffen, die jeden zweiten Dienstagabend stattfinden.

Auf dem Pfad der persönlichen Weiterentwicklung mag ich vielleicht weiter sein, aber das bringt uns nur den Vorteil, dass ich die Themen in die "richtige" Reihenfolge bringen kann und sie komprimiert aufbereite. Das kann uns kostbare Zeit ersparen. Aber sonst sitzen wir alle im selben Boot.


Definition Impostor-Syndrom


Das Impostor-Syndrom, auch als Hochstapler-Syndrom bezeichnet, ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen anhaltende Selbstzweifel haben und ständig befürchten, als Betrüger:In oder Hochstapler:In entlarvt zu werden. Meistens in neuen (beruflichen) Situationen, die mit den eigenen Leistungen und Fähigkeiten verbunden und Gefühle wie Aufregung, Angst und Unsicherheit Teil der neuen Erfahrung sind.

Es wurde Ende der 1970er Jahre von den Psychologinnen Dr. Pauline R. Clance und Suzanne A. Imes erstmals beschrieben. Zu dieser Zeit wurde es hauptsächlich bei leistungsstarken, erfolgreichen Frauen beobachtet. Heutzutage ist das Phänomen jedoch nicht mehr ausschließlich auf uns beschränkt, sondern betrifft auch immer mehr Männer.


Impostor-Syndrom: Selbstzweifel und die ständige Angst als Hochstapler:In entlarvt zu werden


Es äußert sich durch negative Gedanken und Selbstgespräche, die die eigenen Fähigkeiten und objektive Erfolge herabwürdigen. Betroffene haben ständig das Gefühl, nur Glück gehabt zu haben und das andere sie überschätzen. Sie fühlen sich oft unsicher, haben Angst davor, Fehler zu machen, und hinterfragen ständig ihre Kompetenz.

Dieses Verhalten kann zu Prokrastination und sogar zu Burnout oder Depressionen führen.



 

Was sind die Ursachen für das Impostor-Syndrom?


Die Ursachen für das Impostor-Syndrom können vielfältig sein. Wie so oft liegt auch dieses Phänomen in der Kindheit begründet. Es kann entstehen, wenn z.B. hoher Leistungsdruck von den Eltern ausgeübt worden ist. Aber auch wenn unrealistische Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit gestellt wurden.

Perfektionismus kann das Impostor-Syndrom auch verursachen. Die Angst zu versagen, führt dazu, dass Betroffene jede Aufgabe „perfekt“ erledigen möchten, was zu hohem Druck und Stress führen kann.

Eine andere Ursache (und, wie ich finde, die auch allen anderen zugrunde liegt), ist ein geringes Selbstwertgefühl. Die Überzeugung, dass man dumm oder unfähig ist, verstärken das Syndrom zusätzlich. In den geführten Selbstgesprächen versuchen die Betroffenen sich selbst immer wieder zu „überzeugen“, dass sie nichts können oder niemals „schlau genug“ sein werden.

Genauso gut kann die simple Tatsache, in bestimmten Situationen „die Erste“ zu sein, das Impostor-Syndrom auslösen. Das Gefühl, fehl am Platz zu sein, wird erzeugt, was zu Selbstzweifeln führen kann.

 

Meine Erfahrung mit dem Impostor-Syndrom


Vor ab möchte ich dir erzählen, dass als ich vor langer Zeit das erste Mal vom Impostor-Syndrom erfuhr, es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich habe meinen Impostor-Syndrom Selbstgesprächen vorher wirklich geglaubt und gedacht, dass ich die Einzige bin, die so „tickt“. Aber als ich verstanden habe, dass es ein weit verbreitetes psychologisches Phänomen ist, verloren meine negativen Worte plötzlich an Macht.

Übrigens: aus diesem Grund liebe ich diese Reise, auf der wir uns mit den SOUL TALK Themen befinden. Ich beginne mich besser zu verstehen und lerne die weniger konstruktiven Seiten meiner Persönlichkeit besser einzuordnen.

Und jetzt wieder weiter im Skript: Die jüngste Erfahrung, die ich mit dem Impostor-Syndrom hatte, war die Umsetzung von THE SOUL GANG (TSG). Als ich ursprünglich die Idee für TSG hatte, dachte ich kurz, es müsste „göttliche Fügung“ oder eine „besondere Sternenkonstellation im Universum“ sein. Ich war überzeugt, dass es die beste Idee meines Lebens war und dass ich jetzt meine wahre Berufung kenne. Nun, dem ist immer noch so. Aber nach gefühlt 35 Sekunden „wurde das Impostor-Syndrom zum Chat hinzugefügt“. Die Idee war immer noch brillant ABER „Ich war nicht fähig genug sie umzusetzen. Was, wenn sich plötzlich herausstellt, dass ich gar nicht genug Wissen habe, das ich teilen kann? Was, wenn ich mich als Hochstaplerin entpuppe und ich mich nie mehr davon erhole? „Nur“, weil ich 3 Mal todkrank war, habe ich noch lange nicht genug Erfahrung so etwas auf die Beine zu stellen.“ - Impostor-Syndrom at it’s finest.

Ich wollte mich aber nicht davon abbringen lassen. Also suchte ich nach einer Lösung. Ich wusste schnell, dass es sich um das Impostor-Syndrom handelte. Also recherchierte ich und fand 7 Tipps, um dieses beschissene Phänomen zu überwinden. Hier sind sie:

 

Mit diesen 7 Schritten habe ich das Impostor-Syndrom überwunden


Schritt 1: Beobachte deine Gedanken, ohne darauf einzugehen


Hör dir einfach mal beim Denken zu. Frei von Wertung und ohne eine „Diskussion“ mit dir zu beginnen.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass diese Gedanken nicht unbedingt der Realität entsprechen. Stelle dir einfache Fragen, um deine negativen Selbstzweifel zu hinterfragen und die positiven Aspekte deiner Leistungen und Fähigkeiten zu erkennen. (Die Macht der simplen Fragen - erinnerst du dich an SOUL TALK no. 5? Yes!)

In meinem Fall habe ich mich gefragt „Warum sagt mir dann jede/r mit der ich über meine Geschichte spreche, dass ich „so inspirierend“ bin und mein „Wissen mit der Welt teilen muss“?“


Schritt 2: Trenne Gefühle von Fakten


Es ist entscheidend, zwischen emotionalen Reaktionen und objektiven Fakten zu unterscheiden. Betrachte die Fakten nüchtern, ohne deine Gefühle. Das hilft dir, eine realistischere Sichtweise auf deine Leistungen zu entwickeln.

Als ich alle Gefühle aus der Gleichung genommen habe und mir nur die Fakten angeschaut habe, fand ich Folgendes: 12 Jahre Erfahrung im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und SOULCARE durch unzählige Bücher, Podcasts und online Recherche. Und on top kommt meine Lebenserfahrung, die u.a. 3 schwerwiegende Krankheiten beinhaltet. Durch sie habe ich einen besonderen Blick auf das Leben.


Schritt 3: Schreibe deine Proof-List

Erstelle eine Liste mit konkreten Beweisen für deine Erfolge und Fähigkeiten. Das können berufliche Erfolge sein, aber auch persönliche Meilensteine oder sogar Hindernisse, die du überwunden hast. Halte sie immer up to date.

Ich habe meine Proof-Liste schon vor Jahren erstellt und im Zusammenhang mit dem Impostor-Syndrom war sie Gold wert.


Schritt 4: Formuliere deine Gedanken neu

Worte sind Macht. Sie haben eine immense Wirkung auf unseren Verstand und unser Selbstbild. Achte darauf, wie du mit dir selbst sprichst. Moms out there: Fangt mal damit an, die Worte aus eurem Selbstgespräch-Wortschatz zu streichen, die es auch nicht in eurem Kind(er)-Wortschatz gibt: weniger Beleidigungen und mehr Respekt vor Gefühlen.


Schritt 5: Entwickle eine gesunden Umgang mit Fehlern und Misserfolgen

Akzeptiere, dass Fehler und Rückschläge zum Lernprozess gehören. Perfektion ist Bullshit. Es ist wichtig, aus Fehlern zu lernen, anstatt sich von ihnen entmutigen zu lassen. Erfolgreiche Menschen erzählen oft von ihren schwierigen Anfängen, weil sie durch ihre Fehler und Misserfolge das meiste gelernt haben.


Schritt 6: Löse dich vom Perfektionismus

Ich fand es immer schwierig, mich von meinem Perfektionismus zu lösen. Ab wann ist ein Ergebnis denn „fertig genug“ oder „gut genug“, wenn es für mich alles andere als das ist?

Also fand ich einen neuen Ansatz, der besser funktioniert. Ich begann die Erwartung an mich selbst mit denen zu vergleichen, die ich an andere hatte. Da ist mir aufgefallen, dass ich mich dort ständig mit „unperfekt" zufrieden gebe und trotzdem alles gut ist!


Schritt 7: Spreche mit deinem engsten Kreis

Suche den Austausch mit vertrauten Personen wie deinem Partner:In, deiner Familie, deiner Therapeut:In, von mir aus auch deiner Friseur:In. Höre dir ihre Perspektiven über deine Fähigkeiten und Leistungen an. Nehme an, was sie sagen und lerne mehr über die Diskrepanz zwischen Fremdwahrnehmung und Eigenwahrnehmung. Oft liegen Welten dazwischen! In meinem Fall habe sich meine Lieblingsmenschen teilweise vor Unglauben an den Kopf gefasst. In ihren Augen war ich wie gemacht für diesen „Job“ und sie konnten sich keine Bessere dafür vorstellen.


Diese 7 Schritte haben mir geholfen, mein persönliches Impostor-Syndrom zu überwinden. Aber trotzdem kam noch eine andere Frage bei mir auf: Was, wenn es 2 Arten von Impostor-Syndrom gibt? Eine wie aus meinem Beispiel, die überwunden werde muss und eine, die wir uns zunutze machen können? Warte, lass mich erklären.


Wann können wir uns das Impostor-Syndrom zunutze machen?


Wenn wir uns vor neuen Herausforderungen befinden und diese Gefühle wie Angst, Unsicherheit und Aufregung haben, stehen wir an einem Scheideweg. Es gibt zwei „Wege“: Der Weg des negativen Impostor-Syndroms und der des positiven Impostor-Syndroms. (Um es uns leicht zu machen, nennen wir sie einfach mal so. Das sind keinesfalls Fachbegriffe.) Das negative hindert uns daran loszulegen. Die 7 Schritte helfen uns dabei, es zu überwinden, weil Gefühle wie Aufregung, Angst und Unsicherheit negative Selbstgespräche triggern können, die uns behindern.

Das positive Impostor-Syndrom unterscheidet sich nicht viel vom negativen. Wir haben es auch in neuen Situation und häufig beginnt es mit denselben Gefühlen (Unsicherheit, Aufregung und Angst). Aber, wer sich schon mal außerhalb ihrer Komfortzone bewegt hat, weiß, dass diese Gefühle auch an diesem Ort zu finden sind. Sie verursachen Unbehagen, weswegen wir uns dann häufig (doch) nicht trauen. Aber jede weiß auch, dass Wachstum nur außerhalb der Komfortzone möglich ist, also nehmen wir sie zwangsläufig in Kauf.

Was ist also wenn das Impostor-Syndrom „ganz einfach“ Teil unseres persönlichen Wachstums ist? Dann wäre es nur noch eine Frage der Perspektive, oder Interpretation, wenn du so willst.

Die Frage, die demnach entscheidet, ob es das negative oder positive Impostor-Syndrom ist, lautet: Wie deute/interpretiere ich diese Gefühle, die ich am Anfang einer neuen Situation habe?


Meine neue Perspektive zum Impostor-Syndrom

Anstatt diese Gefühle als negative Zeichen zu betrachten, sehe ich sie nun als Indikatoren dafür, dass ich mich außerhalb meiner Komfortzone befinde und wachse. Sie sagen mir nicht, dass ich eine Hochstaplerin bin, sondern dass ich mich in einer Situation befinde, die mich fordert und in der ich mich weiterentwickeln kann.

Indem ich mich dafür entscheide, gebe ich mir die Erlaubnis, mir selbst zu vertrauen und mutig voranzugehen. Ich akzeptiere, dass ich mich in einer Lernphase befinde und, dass es normal ist, nicht alles perfekt zu beherrschen. Fehler sind keine Anzeichen für mein Versagen, sondern Teil eines natürlichen Entwicklungsprozesses. Und ich bin ganz ehrlich zu dir, der letzte Teil ist der aller schwierigste für mich.


Nimm dir also die Zeit, dich mit deinem Impostor-Syndrom auseinanderzusetzen und entdecke die transformative Kraft, die darin liegt. Du wirst sehen, dass du fähiger bist, als du gedacht hast, und dass du bereit bist. Vertraue auf dich selbst und erlaube dir, im Licht deines Potenzials zu erstrahlen.


 

"Work in progress" - Mein Credo. Wer auf dieser Reise ist, kommt niemals an.

Also wenn du auf der Suche nach "quick-fixes" bist, dann bist du hier falsch. Ich kann dir auch keine andere Anlaufstelle empfehlen, da es diese schnellen Lösungen nicht gibt (selbst, wenn andere dir das versprechen). Wenn du aber akzeptierst, dass die Reise das Ziel ist und du Fragen zu den Themen hast, die deine persönliche Lebenssituation betreffen, dann melde ich einfach hier an und werde Teil von


Ich freue mich darüber, deine Augen auf meinen Worten zu wissen.

Ich will, dass du weißt, ich schreibe nicht. Ich habe nie geschrieben.

Das sind lediglich meine Gedanken zu Themen, die mich bereichern, interessieren und glücklich machen. Sie unterstützen mich dabei, mich weiterzuentwickeln, auch wenn sie häufig Unbehagen bedeuten. Aber ich verlasse meine Komfortzone und schreibe sie für dich auf. Ungefiltert und rein mit der einzigen Intention, das Kostbarste, was ich besitze, mit dir zu teilen: meine Zeit und mein Wissen.


Danke für dein Vertrauen.



Namaste, Bitches.




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