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Zwei von sechs Illusionen, warum du nicht glücklich sein kannst

Es gibt eine Prämiere! Das erste Mal in der Geschichte von THE SOUL GANG (meld dich doch an!) haben wir ein Thema aufgegriffen, das wir tiefer in den kommenden SOUL TALKs behandeln werden. Die Frage alle Fragen "Wie werde ich endlich wahrhaft glücklich?" hat meiner Meinung nach der Autor Mo Gawdat in seiner Arbeit "Die Formel für Glück" entschlüsselt. Im zwölften SOUL TALK sprachen wir über zwei der sechs großen Illusionen. Gawdat definiert sie in seiner Arbeit und macht sie dafür verantwortlich, dass sie unser Bild von wahrem Glück verzerren.


Du willst erst wissen, wer ich bin?

Ich, Salima, die Gründerin von aura soulcare, bin nur Hostin von THE SOUL GANG (TSG), einem exklusiven Club für Frauen. Frauen, die keinen Bock mehr auf den esoterischen Bullshit in dem "Selfcare"-Wahnsinn da draußen haben. Ich organisiere alles im Hintergrund, kümmere mich um alle SOULMATES so, als wären sie zum SOUL TALK bei mir zu Hause und bringe die Themen mit. SOUL TALK nennen wir unsere Treffen, die jeden zweiten Dienstagabend stattfinden.

Auf dem Pfad der persönlichen Weiterentwicklung mag ich vielleicht weiter sein, aber das bringt uns nur den Vorteil, dass ich die Themen in die "richtige" Reihenfolge bringen kann und sie komprimiert aufbereite. Das kann uns kostbare Zeit ersparen. Aber sonst sitzen wir alle im selben Boot. Falls du noch kein Mitglied von THE SOUL GANG bist, dann melde dich jetzt hier an.



Die Illusion der Gedanken


Um wahrhaftig glücklich zu sein, müssen wir zunächst wissen, was "glücklich sein" wirklich bedeutet. Die sechs großen Illusionen machen uns das aber unmöglich, weil sie unser Bild vom Glück verzerren. Heute schauen wir uns die ersten beiden an: Die Illusionen der Gedanken und des Selbst.


Die 6 großen Illusionen: Nichts ist, wie es scheint


Hörst du auch eine Stimme in deinem Kopf?

Die Frage hört sich im ersten Augenblick komisch. Aber aber im zweiten dann nicht mehr. Aber die Stimme, die eben gesagt hat „Was ist das denn für eine Frage?“, beantwortet sie gleichzeitig mit „Ja, ich höre (ständig) eine Stimme in meinem Kopf.


 

Wer spricht da?


Was glaubst du, wer diese Stimme in deinem Kopf ist? Die meisten antworten mit: „Ich natürlich. Das bin ich, während ich denke.“ Das habe ich auch immer gedacht. Und spätestens seit dem weltberühmten Zitat des Philosophen René Descartes „Ich denke also bin ich.“ (1641) setzen die Menschen ihre Existenz mit dieser inneren Stimme gleich. Aber wenn wir diese Stimme sind, dann erkläre mir folgende 2 Tests, die das Gegenteil beweisen. Denn sie überzeugten mich davon, dass diese Stimme nicht ich sein kann.


1. Test der Wahrnehmung:

Per Definition muss ich mich außerhalb von etwas befinden, um es wahrnehmen/beobachten zu können. und ich kann diese Stimme ziemlich gut beobachten. Ich kann ihr sogar widersprechen und mit ihr streiten!

Wenn ich die Stimme bin, wieso muss ich dann überhaupt mit mir „sprechen“? Müsste es dann nicht nur Stille in meinem Kopf geben? - Ich weiß ziemlich philosophisch, aber auch ziemlich logisch, wie ich finde.


2. Test der Beständigkeit:

Was passiert in den kurzen Augenblicken, in denen die Stimme still ist? Höre ich dann auf zu existieren? Wie können Babys dann ohne diese Stimme existieren, denn sie haben keine Stimme in ihrem Kopf. Wie auch, wenn sie noch überhaupt keine Worte kennen.


Diese Tests zeigen, dass ich nicht die Stimme sein kann. Denn das würde bedeuten, dass "Ich" nur so lange existieren kann, wie die Stimme "spricht".

 

Wer oder was ist die Stimme?


Laut Mo Gawdat ist diese Stimme, die wir ständig hören, nichts weiter als unser Gehirn. Die komplexeste Maschine der Welt, die leider ohne Bedienungsanleitung kommt, ist in der Lage, unentwegt Gedanken zu produzieren.

Das Gehirn „spricht“, um die Sicherheit und das Überleben unseres Körpers zu gewährleisten. Unser Gehirn ist darauf konditioniert, potenzielle Gefahren zu berücksichtigen, weshalb es kontinuierlich mit uns kommuniziert. Zum Beispiel sagt es uns: "Du solltest genug Nahrung für den Winter sammeln“. Es analysiert ständig alle Aspekte unseres Lebens im Hinblick auf mögliche Risiken und hilft uns dabei, sicher und vorausschauend zu handeln.

Leider hat sich allerdings ein dauerhaftes Geschnatter eingestellt. Die Stimme hat „gelernt“, ständig alles zu bewerten, zu kommentieren und zu allem eine Meinung zu haben. Im letzten SOUL TALK haben wir bereits gelernt, dass uns nichts außer ein Gedanke unglücklich machen kann. Das Geschnatter produziert genau für diese Art von Gedanken, die ist für unser unglücklich sein verantwortlich sind. Es gilt daher, das Geschnatter zu kontrollieren, um weniger unglückliche Momente zu erleben.

 

Die drei Arten von Gedanken


Bevor wir unser Gehirn in die Schranken weisen, müssen wir uns erst mal anschauen, welche Gedanken es überhaupt gibt. Denn nicht jeder Gedanke macht uns unglücklich.

Es gibt 3 Arten, von denen 2 sehr nützlich sind und 1 für unser Unglück verantwortlich sein kann.

1. Erkenntnisreiche Gedanken:

Erkenntnisreiche Gedanken sind rational und logisch. Sie basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, objektiven Fakten und klarem Denken. Diese Art von Gedanken wird in der rechten Gehirnhälfte gebildet. In Arealen, die mit höheren kognitiven Funktionen und der Vernunft in Verbindung stehen. Hier werden Entscheidungen getroffen, Informationen analysiert und komplexe Denkvorgänge gesteuert.


2. Empirische Gedanken:

Empirische Gedanken beruhen auf persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen. Sie können subjektiv sein und basieren auf individuellen Interpretationen von Ereignissen oder Situationen. Sie werden gebildet, wenn wir uns auf das Hier und Jetzt fokussieren.

Empirische Gedanken werden auch in der rechten Seite unseres Gehirns gebildet, aber in anderen Arealen als die erkenntnisreichen Gedanken.


3. Narrative Gedanken:

Narrative Gedanken sind Gedanken, die auf Geschichten und Interpretationen basieren, die wir uns über unser Leben und unsere Erfahrungen erzählen. Diese Art von Gedanken werden in der Mitte unseres Gehirns gebildet. Das sind die Gedanken, die ich hier als Geschnatter bezeichne.

Der Vorteil dabei ist, dass alle 3 Arten in unterschiedlichen Gehirnarealen stattfinden. Das macht es uns leichter, sie jeweils anzusteuern und zu trainieren. Denn wir wollen die erkenntnisreichen und empirischen Gedanken in jedem Fall nutzen. Die Gedanken, die uns unglücklich machen können, sind die Narrativen. Die gilt es in den Griff zu bekommen.

 

Die vier Techniken, das Geschnatter zu kontrollieren


Diese vier Techniken bauen aufeinander auf und sollten in dieser Reihenfolge geübt werden. Das Ziel besteht darin, das Geschnatter so zu kontrollieren, dass es nicht mehr die Oberhand über uns hat.

1. Beobachte den Dialog:

Höre deinen Gedanken einfach nur zu, ohne Widerstand zu leisten oder sie zu bewerten. Lass sie kommen, aber auch wieder gehen. In der ersten Einweisung in die Mediation wird dieser Vorgang häufig mit den Wolken am Himmel verglichen, die einfach an uns vorbeiziehen, während wir sie beobachten.

Diese Praxis kann jederzeit geübt werden, für ein Paar Minuten, idealerweise mehrmals täglich. Das Beste daran ist, dass wir durch diese Übung den negativen Gedankenstrom bereits verlangsamen können, was in vielen Fällen verhindert, dass das Geschnatter überhaupt erst Fahrt aufnimmt. Das Geschnatter geht nämlich erst los, wenn sich ein Gedanke festsetzt.

Wenn du dich mit dieser Technik sicher fühlst, gehe weiter zur nächsten.


2. Beobachte das Drama:

Wenn sich ein Gedanke festsetzt, neigt er oft dazu, ein negatives Gefühl auszulösen, wie beispielsweise Wut oder Traurigkeit. In solchen Momenten ist es hilfreich, sich selbst zu fragen: Welcher Gedanke löst dieses Gefühl aus? Durch die Rückverfolgung der Emotion bis zum auslösenden Gedanken können wir bereits das Gefühl abschwächen. Dieser Prozess aktiviert übrigens die Gehirnregionen für Problemlösung (erkenntnisreiche Gedanken) und trainiert sie.

Je häufiger wir diese Technik anwenden, desto besser verstehen wir, wie unser Gehirn funktioniert. Auch das kann helfen, das Geschnatter zu vermeiden.


3. „Liefere mir einen besseren Gedanken“:

Dieses Prinzip können wir nutzen, um unser Gehirn zu trainieren. Also anstatt zu beobachten, handeln wir nun aktiv. Immer dann, wenn das Gehirn mit dem Geschnatter beginnen möchte und wir den auslösenden Gedanken kennen, können wir ihn mit etwas Positivem prägen. Dabei muss das Positive nicht zwangsläufig mit dem problematischen Thema zusammenhängen. Unser Hauptziel ist es, den negativen Gedankenstrom zu stoppen.

Hier kommt die Idee einer Glücksliste ins Spiel. Du kannst eine Liste mit allem erstellen, was dich glücklich macht z.B. „den Sonnenuntergang beobachten“, „Mit meinen Kindern spielen“ oder „den Geruch von Kaffee am Morgen". Noch besser, kann ein Fotoordner auf deinem Handy sein, mit Fotos von diesen Dingen. Du kannst diese Tools dann wie folgt anwenden:

Defensive Anwendung: Immer dann, wenn das Geschnatter losgeht, kannst du auf diese Liste oder diesen Fotoordner zurückgreifen und dich darauf konzentrieren. Der negative Gedankenstrom wird durch abrupt gestoppt.

Offensive Anwendung: Konzentriere dich täglich mehrfach auf deine Liste und richte somit deine Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge in deinem Leben. Langfristig wird es immer dadurch schwieriger, in die negative Gedankenspirale abzurutschen.


Mein Lieblingsaspekt hierbei ist, diese Technik auf das nächste Level zu bringen. Das schaffst du, in dem du dein Gehirn dazu bringst, etwas Positives an der negativen Situation zu finden. Also nicht einfach irgendetwas aus deiner Liste zunehmen, sondern dir die negative Situation anzuschauen und den positiven Aspekt daran zu finden. Was nichts weiter ist, als Dankbarkeit zu praktizieren. - Und ihr wisst mittlerweile alle, wie sehr ich Dankbarkeit liebe.


4. Bring die Ente zum Schweigen (Shut the duck up):


Ein amerikanischer Sporttrainer hat die Formulierung „shut the duck up“ einmal verwendet, um das ständige Gedankengeschnatter (die quakende Ente) zum Schweigen zu bringen, das Sportler daran hindern kann, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

In dieser Technik geht es darum, sich auf die physische Welt zu konzentrieren, um der Gedankenwelt keine Beachtung mehr zu schenken. Mo Gawdat sagt, dass wir das durch autogenes Training erreichen können oder aber einfach unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken sollten, dass wir sehen, hören, riechen, schmecken oder tasten können. Indem wir uns völlig darauf konzentrieren, beenden wir das Geschnatter und lösen uns vom unglücklich sein.


Durch diese 4 Techniken lernen wir unsere Gedanken zu beobachten und zu kontrollieren. Wir zerstören die Illusion des Denkens, indem wir uns nicht mehr mit der Stimme in unserem Kopf identifizieren und übernehmen selbst das Ruder.


 

Die Illusion des Selbst


Die zweite der 6 Illusionen ist die Illusion des Selbst. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, reißen wir dieses Thema nur an. Es ist der philosophischste Teil von Gawdat’s Arbeit.

Im Grunde erklärt er, dass er nicht sagen kann, was diese Stimme genau ist, aber er kann uns sagen, was sie nicht ist. - Lass mich das mal erklären.

Unserem Verständnis nach beinhalten unsere Identitäten verschiedene Facetten. Mit ihrer Zusammenstellung beginnen wir schon im Kindesalter. Er unterteilt all diese Facetten in 3 Hauptkategorien, die er physische Form, Ego und die Rolle in der Welt nennt.

Ich fasse mich hier kurz, damit du ein ungefähres Bild davon hast, wie seine Argumentation abläuft.


Die physische Form:

Wir sind mehr als unser Körper. Wenn wir davon ausgehen, dass die Summe aus Zellen, die unsere Körper ausmachen, wir sind, wieso verändere „ich“ mich nicht jedes Mal, wenn sich alle Zellen in meinem Körper erneuern? Fast jede Zelle, aus der unser Körper entsteht, stirbt irgendwann ab und wird durch eine neue ersetzt. Das bedeutet, dass mein Körper als 6-Jährige nicht mehr existiert. Nicht nur das Aussehen hat sich verändert, sondern auch (fast) jede Zelle ist faktisch mehrmals durch eine neue ausgetauscht worden. Wie kann es dann aber sein, dass „Ich“ immer noch „Ich“ bleibe?


Ego:

Das Ego ist gleichzusetzen mit dem Selbstbild. Früh fangen wir damit unsere Identität basierend auf unserer Vorlieben, Ziele und Fähigkeiten etc. zusammenzustellen: „Ich bin fleißig“, „Ich bin Single“ oder „Ich bin Gründerin von aura soulcare“. Was geschieht aber, wenn sich z.B. mein Familienstand ändert oder ich einen neuen, komplett anderen Job anfangen würde? Wäre „Ich“ dann auch „neu und komplett anders“?


Die Rolle in der Welt: Wir haben alle das Gefühl, wir würden die Hauptrolle in unserem „Lebensfilm" spielen und alle anderen Menschen, die unseren Pfad kreuzen, sind einfach nur Nebendarsteller. Jeder Mensch hat dieses Gefühl. Allerdings beschreibt Gawdat hier, dass wir im Leben absolut unwichtig sind. Die Menschheit an sich ist nichts anderes als ein winziges Detail im Universum. Das bedeutet, dass wir zwar das Gefühl haben, die Welt würde sich um uns drehen und wir etwas Besonderes wären, es aber nicht der Realität entspricht.


Wer bin ich dann?

Ich bin die Beobachterin. Ich bin die, die alle Gedanken hört, die das letzte Wort hat und ihren Weg bestimmt. Ich bin die, die sich immer gleich anfühlt, egal wie ihr Körper oder ihre Lebensumstände sich verändern.


Soll ich dir jetzt das Schönste daran verraten? Das Glück ist an nichts außerhalb von mir gekoppelt. Diese Sicherheit gibt mir einen inneren Frieden. Denn es zeigt mir, dass es der Grund dafür war, warum ich im schlimmsten Jahr meines Lebens zu der glücklichsten Version meiner selbst werden konnte.

 

"Work in progress" - Mein Credo. Wer auf dieser Reise ist, kommt niemals an.

Also wenn du auf der Suche nach "quick-fixes" bist, dann bist du hier falsch. Ich kann dir auch keine andere Anlaufstelle empfehlen, da es diese schnellen Lösungen nicht gibt (selbst, wenn andere dir das versprechen). Wenn du aber akzeptierst, dass die Reise das Ziel ist und du Fragen zu den Themen hast, die deine persönliche Lebenssituation betreffen, dann melde ich einfach hier an und werde Teil von


Ich freue mich darüber, deine Augen auf meinen Worten zu wissen.

Ich will, dass du weißt, ich schreibe nicht. Ich habe nie geschrieben.

Das sind lediglich meine Gedanken zu Themen, die mich bereichern, interessieren und glücklich machen. Sie unterstützen mich dabei, mich weiterzuentwickeln, auch wenn sie häufig Unbehagen bedeuten. Aber ich verlasse meine Komfortzone und schreibe sie für dich auf. Ungefiltert und rein mit der einzigen Intention, das Kostbarste, was ich besitze, mit dir zu teilen: meine Zeit und mein Wissen.


Danke für dein Vertrauen.



Namaste, Bitches.





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